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Glossar

Quanten-Maschinelles Lernen

Entdecken Sie, wie Quantum Machine Learning (QML) Superposition und Verschränkung nutzt, um das Modelltraining zu beschleunigen und komplexe Optimierungsprobleme zu lösen.

Quantum Machine Learning (QML) ist ein aufstrebendes interdisziplinäres Feld, das Quantencomputing und maschinelles Lernen (ML) miteinander verbindet. Es konzentriert sich auf die Entwicklung von Algorithmen, die auf Quantencomputern (oder hybriden Quanten-Klassik-Systemen) laufen, um Probleme zu lösen, die für klassische Computer rechenintensiv oder unlösbar sind. Während traditionelle ML-Modelle, wie z. B. Faltungsneuronale Netze (CNNs), Daten mit binären Bits (0en und 1en) verarbeiten, nutzt QML quantenmechanische Prinzipien – insbesondere Superposition und Verschränkung –, um Informationen auf grundlegend andere Weise zu verarbeiten. Diese Fähigkeit ermöglicht es QML, potenziell die Trainingszeiten zu beschleunigen und die Genauigkeit von Modellen zu verbessern, die mit komplexen, hochdimensionalen Daten umgehen.

Kernmechanismen von QML

Um zu verstehen, wie QML funktioniert, ist es hilfreich, sich die Unterschiede zwischen klassischen Bits und Quantenbits oder Qubits anzusehen.

  • Überlagerung: Im Gegensatz zu einem klassischen Bit, das einen einzigen Zustand einnimmt, kann ein Qubit in einem Zustand der Überlagerung existieren und mehrere Zustände gleichzeitig repräsentieren. Dadurch können Quantenalgorithmen einen riesigen Suchraum potenzieller Lösungen viel schneller durchsuchen als klassische Brute-Force-Methoden.
  • Verschränkung: Qubits können verschränkt werden, was bedeutet, dass der Zustand eines Qubits direkt mit einem anderen korreliert ist, unabhängig von der Entfernung zwischen ihnen. Diese Eigenschaft ermöglicht es QML-Modellen, komplexe Korrelationen innerhalb von Big Data zu erfassen, die mit standardmäßigen statistischen Methoden möglicherweise übersehen werden.
  • Interferenz: Quantenalgorithmen nutzen Interferenz, um richtige Antworten zu verstärken und falsche zu eliminieren und so den Weg zur besten Lösung zu optimieren, was für Aufgaben wie die Hyperparameter-Optimierung von entscheidender Bedeutung ist.

Anwendungsfälle in der Praxis

Während fehlertolerante Quantencomputer in voller Größe noch in der Entwicklung sind, erweisen sich hybride Ansätze bereits in speziellen Bereichen als vielversprechend.

  • Arzneimittelforschung und Materialwissenschaften: Eine der unmittelbarsten Anwendungen ist die Simulation von Molekülstrukturen. Klassische Computer haben Schwierigkeiten mit der quantenmechanischen Natur von Atomen, aber QML kann diese Wechselwirkungen auf natürliche Weise modellieren. Dies beschleunigt die KI im Gesundheitswesen, indem es vorhersagt, wie neue Medikamente mit biologischen Zielen interagieren werden, wodurch sich die für klinische Studien erforderliche Zeit möglicherweise verkürzt.
  • Finanzoptimierung: Finanzmärkte beinhalten riesige Datensätze mit komplexen Zusammenhängen. QML-Algorithmen können die Vorhersagemodelle für die Portfoliooptimierung und Risikobewertung verbessern und Szenarien, deren Analyse mit herkömmlichen Supercomputern Tage dauern würde, in einem Bruchteil der Zeit verarbeiten.
  • Verbesserte Mustererkennung: In Bereichen, die eine hochpräzise Klassifizierung erfordern, wie beispielsweise die Erkennung von Anomalien in Fertigungsanlagen oder die Analyse von Satellitenbildern, können quantenverstärkte Kernel-Methoden Datenpunkte trennen, die in klassischen Räumen mit geringerer Dimension nicht unterscheidbar sind .

Unterscheidung zwischen QML und klassischem maschinellem Lernen

Es ist wichtig, QML von Standard-Workflows im Bereich des maschinellen Lernens zu unterscheiden.

  • Klassisches ML: Verwendet CPUs und GPUs, um Matrixoperationen auf binären Daten durchzuführen. Der aktuelle Stand der Technik für visuelle Aufgaben wie die Objekterkennung wird von klassischen Modellen wie YOLO26 dominiert, die hinsichtlich Geschwindigkeit und Genauigkeit auf vorhandener Hardware hochgradig optimiert sind.
  • Quantum ML: Nutzt Quantenprozessoren (QPUs). Derzeit ist nicht vorgesehen, dass es das klassische ML für alltägliche Aufgaben wie die Bilderkennung auf einem Smartphone ersetzt. Stattdessen dient es als Spezialwerkzeug für Optimierungsalgorithmen oder die Verarbeitung von Daten mit quantenähnlichen Strukturen.

Hybride quanten-klassische Arbeitsabläufe

Derzeit ist die praktischste Umsetzung von QML der Variational Quantum Eigensolver (VQE) oder ähnliche hybride Algorithmen. In diesen Konfigurationen übernimmt ein klassischer Computer Standardaufgaben wie die Datenvorverarbeitung und die Merkmalsextraktion, während bestimmte schwer zu berechnende Kernel an einen Quantenprozessor ausgelagert werden.

Für Entwickler ist heute die Beherrschung klassischer Arbeitsabläufe die Voraussetzung für die zukünftige QML-Integration. Tools wie die Ultralytics ermöglichen eine effiziente Verwaltung von Datensätzen und das Training auf klassischer Hardware, wodurch die Benchmarks festgelegt werden, die zukünftige QML-Systeme übertreffen müssen.

Der folgende Python zeigt eine klassische Standard-Trainingsschleife unter Verwendung von ultralyticsIn einer künftigen Hybrid-Pipeline könnte der Optimierungsschritt (der derzeit von Algorithmen wie SGD Adam übernommen wird) theoretisch durch einen Quanten-Coprozessor verbessert werden.

from ultralytics import YOLO

# Load the YOLO26n model (standard classical weights)
model = YOLO("yolo26n.pt")

# Train on a dataset using classical GPU acceleration
# Future QML might optimize the 'optimizer' argument specifically
results = model.train(data="coco8.yaml", epochs=5, imgsz=640)

print("Classical training completed successfully.")

Zukünftiger Ausblick

Mit der Weiterentwicklung der Hardware von Unternehmen wie IBM Quantum und Google AI erwarten wir eine stärkere Integration von QML in MLOps-Pipelines. Diese Entwicklung wird wahrscheinlich dem Weg der GPUs folgen, wobei Quantenprozessoren zu zugänglichen Beschleunigern für bestimmte Unterprogramme innerhalb größerer Künstliche-Intelligenz-Systeme (KI) werden. Bis dahin bleibt die Optimierung klassischer Modelle wie YOLO26 die effektivste Strategie für den Einsatz in der Praxis.

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