Edge Computing
Explore the benefits of edge computing for real-time AI. Learn how to reduce latency and deploy Ultralytics YOLO26 to edge devices via the Ultralytics Platform.
Edge-Computing ist eine verteilte IT-Architektur, die die Datenverarbeitung und -speicherung näher an den
Ort bringt, an dem sie benötigt wird, anstatt sich auf einen zentralen Standort zu verlassen, der in der Regel Tausende von Kilometern entfernt ist. Durch die
Verarbeitung der Daten in der Nähe der Quelle – beispielsweise auf lokalen Servern, IoT-Gateways oder den Geräten selbst – reduziert dieser Ansatz
die Latenz erheblich und minimiert die für die Datenübertragung erforderliche Bandbreite. Im Zusammenhang mit künstlicher
Intelligenz und maschinellem Lernen bietet Edge-Computing die kritische Infrastruktur, die für den Einsatz von
Edge-KI erforderlich ist, sodass komplexe Modelle direkt auf
intelligenten Kameras, Drohnen und industriellen Sensoren mit sofortiger Reaktionsfähigkeit ausgeführt werden können.
Die wichtigsten Vorteile von Edge Computing
Die Verlagerung von zentralisierter Cloud-Verarbeitung hin zu lokalisierter Edge-Verarbeitung bietet mehrere transformative Vorteile,
insbesondere für Computer Vision und Echtzeitanalysen
.
-
Reduzierte Latenz: Bei herkömmlichen Cloud-Architekturen müssen Daten zur Verarbeitung an ein Rechenzentrum übertragen
und anschließend wieder an das Gerät zurückgesendet werden. Edge Computing macht diesen Hin- und Rückweg überflüssig und ermöglicht
Echtzeit-Inferenzen, bei denen Millisekunden
entscheidend sind. Dies ist für sicherheitskritische Systeme wie
autonome Fahrzeuge, die
innerhalb von Sekundenbruchteilen Bremsentscheidungen treffen müssen, von entscheidender Bedeutung.
-
Bandbreiteneffizienz: Die Übertragung von hochauflösenden Videostreams für die
Objekterkennung verbraucht immense Bandbreiten. Durch die lokale Verarbeitung von
Rohdaten und die Übertragung nur relevanter Metadaten oder Warnmeldungen in die Cloud können Unternehmen ihre Kosten für die Datenübertragung drastisch senken
.
-
Verbesserter Datenschutz: Sensible Informationen wie medizinische Bilder oder Gesichtserkennungsdaten
können vollständig in der lokalen Umgebung verarbeitet werden. Diese lokale Eindämmung unterstützt die Einhaltung strenger
Vorschriften wie der DSGVO, indem sichergestellt wird, dass personenbezogene Daten das Gerät niemals verlassen.
-
Offline-Funktionalität: Edge-Geräte können auch dann autonom weiterarbeiten, wenn die Internetverbindung
unterbrochen ist oder ausfällt. Diese Zuverlässigkeit ist für Anwendungen wie
KI in der Landwirtschaft unerlässlich, wo Drohnen Pflanzen
auf abgelegenen Feldern mit schlechter Netzabdeckung überwachen.
Edge Computing vs. Cloud Computing
Während Cloud Computing sich hervorragend für die Speicherung riesiger
Datensätze und das Training groß angelegter Modelle eignet, konzentriert sich Edge Computing auf die Ausführungsphase. Es ist hilfreich, sie als
sich ergänzende Technologien und nicht als Konkurrenten zu betrachten. Die Cloud wird häufig für das
Modelltraining verwendet, wo hohe Rechenleistung erforderlich ist, um
historische Daten zu verarbeiten. Nach dem Training wird das optimierte Modell für die Inferenz am Edge eingesetzt. Dieser hybride Ansatz
nutzt die Stärken beider Technologien: die unbegrenzte Skalierbarkeit der Cloud und die Geschwindigkeit des Edge.
Anwendungsfälle in der Praxis
Edge Computing verändert Branchen, indem es Intelligenz direkt in physische Abläufe einbindet.
-
Intelligente Fertigung: In der
industriellen Automatisierung verwenden Fabriken Edge-Gateways
zur Analyse von Sensordaten aus Maschinen. Wird eine Vibrationsanomalie erkannt, kann das System
sofort vorausschauende Wartungsprotokolle auslösen und
so kostspielige Ausfallzeiten verhindern.
-
Intelligenter Einzelhandel: Stationäre Geschäfte nutzen Edge-gestützte Kameras für die
Bestandsverwaltung. Die Systeme können autonom
track in den Regalen track und das Personal auffordern, Artikel nachzufüllen, wodurch die betriebliche Effizienz gesteigert wird, ohne dass
Kundenvideos an externe Server gestreamt werden müssen.
-
Verkehrsmanagement: Intelligente Städte setzen an Kreuzungen Edge-Knoten ein, um
Ampeln zu steuern. Durch die lokale Analyse des Verkehrsflusses in Echtzeit können diese Systeme die Ampelschaltungen optimieren, um Staus zu reduzieren,
und funktionieren unabhängig von zentralen Kontrollzentren.
Bereitstellen von Modellen für den Edge
Um komplexe Modelle auf Edge-Geräten mit begrenzten Ressourcen auszuführen, verwenden Entwickler häufig Optimierungstechniken wie
Modellquantisierung oder den Export in spezielle
Formate wie TensorRT oder
ONNX. Die
Ultralytics vereinfacht diesen Prozess, indem sie es Benutzern ermöglicht,
Modelle in der Cloud zu trainieren und sie nahtlos auf verschiedenen Edge-Zielen einzusetzen.
Das folgende Beispiel zeigt, wie ein
YOLO26-Modell in das NCNN exportiert wird, das in hohem Maße
für mobile und eingebettete Edge-Geräte optimiert ist.
from ultralytics import YOLO
# Load a pre-trained YOLO26 model
model = YOLO("yolo26n.pt")
# Export the model to NCNN format for mobile edge deployment
# This creates a lightweight, optimized version of the model
model.export(format="ncnn")
Verwandte Konzepte
-
Edge-KI: Während Edge-Computing sich auf
die verteilte Infrastruktur bezieht, bezieht sich Edge-KI speziell auf die Anwendung von Algorithmen der künstlichen Intelligenz
, die auf dieser Infrastruktur laufen.
-
Internet der Dinge (IoT): Das Netzwerk physischer
Objekte – „Dinge“ –, in die Sensoren und Software eingebettet sind. Edge-Computing stellt die Rechenleistung bereit, die
diese IoT-Geräte „intelligent“ macht.
-
Fog Computing:
Eine dezentrale Computing-Infrastruktur, bei der sich Daten, Rechenleistung, Speicher und Anwendungen irgendwo
zwischen der Datenquelle und der Cloud befinden und die oft als Erweiterung des Cloud Computing bis an den Rand des Netzwerks betrachtet wird.